Anreizprogramm

Die Gebäude in der Altstadt von Bad Wildungen sind vielfach durch einen Sanierungsstau gekennzeichnet. Dieser wirkt sich nicht nur negativ auf das Stadtbild aus, sondern führt teilweise sogar zu einer verminderten Nutzbarkeit der Gebäude bis hin zu vollständigem Leerstand. Hinzu kommt bei manchen Objekten eine fehlende Barrierefreiheit, die mit vielen Einschränkungen für ältere oder mobilitätseingeschränkte Personen verbunden ist. Auch das äußere Erscheinungsbild von Ladenlokalen ist zum Teil nicht mehr zeitgemäß und bedarf einer Verbesserung, um für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gäste der Stadt Bad Wildungen attraktiv zu bleiben. Schließlich soll das Thema Freiflächengestaltung in der Altstadt von Bad Wildungen stärker in den Fokus rücken: In dem baulich stark verdichteten Altstadtbereich sind Begrünungsmaßnahmen dazu in der Lage das Kleinklima zu verbessern, die Biodiversität zu steigern und nicht zuletzt die Wohnqualität zu erhöhen.

Um Investitionen in den Gebäudebestand und das Wohnumfeld anzuregen, ist die Einrichtung eines sogenannten „Anreizprogramms“ vorgesehen. Die Stadt Bad Wildungen möchte hierdurch finanzielle Anreize für kleinere private Einzelmaßnahmen schaffen. Das Anreizprogramm ist Bestandteil des Förderprogramms „Lebendige Zentren“ und wird anteilig durch Mittel von Bund und Land unterstützt. Gefördert werden Maßnahmen,

  • die zu einer Verbesserung des Wohnumfeldes (Hofflächen und private Freibereiche, die auf den öffentlichen Stadtraum einwirken) und der baulichen Substanz von den innerhalb des Fördergebiets gelegenen Gebäuden führt,
  • die zur Sicherung und Weiterentwicklung des Wohnens, von Büronutzungen und des Einzelhandels im Fördergebiet insbesondere in denkmalgeschützten und kulturhistorisch bedeutenden Gebäuden dienen,
  • die die Gestaltqualität der Fassaden, die auf den öffentlichen Raum einwirken, verbessern und
  • die die Barrierefreiheit in Gebäuden und dem Wohnumfeld voranbringen.

Die Förderung ist beschränkt auf Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden und Grundstücken innerhalb des Fördergebiets „Altstadt“. Mithilfe der nebenstehenden Karte können Sie prüfen, ob Sie von einer Förderung profitieren können.

Bitte berücksichtigen Sie, dass ausschließlich Maßnahmen gefördert werden können, die noch nicht begonnen wurden. Zur Sicherung der städtebaulichen und architektonischen Qualität und zur Gewährleistung einer fachgerechten Umsetzung von Maßnahmen innerhalb der Altstadt von Bad Wildungen wird zeitnah ein Beratungsangebot eingerichtet, in welchem die Maßnahmen und die Art der Umsetzung mit den interessierten Eigentümerinnen und Eigentümern bestimmt werden. Die Beratung bildet die Voraussetzung zur Beantragung der Förderung.

Ein Start des Anreizprogramms ist zu Beginn des Jahres 2022 anvisiert. Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Falls Sie vorab Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt zum Fördergebietsmanagement auf.  

Dipl.-Ing. Clemens Exner
Telefon: 0561 1001 1296
E-Mail: clemens.exnernoSpam@nh-projektstadt.de

M. Sc. Marvin Coker
Telefon: 0561 1001 1376
E-Mail: marvin.cokernoSpam@nh-projektstadt.de

Kommunales Förderprogramm

Die Stadt Bad Wildungen hat im November 2018 ein städtisches Förderprogramm aufgelegt, das auf den Erhalt und die Pflege der baulichen und sozialen Qualitäten der Stadt Bad Wildungen sowie die Beseitigung struktureller und städtebaulicher Mängel und Defizite abzielt.

Die Altstadt ist Bestandteil der insgesamt 14 Fördergebiete in Bad Wildungen, in denen eine Förderung durch die Stadt in Anspruch genommen werden kann. Gefördert werden folgende Planungen und Maßnahmen:

  • Entwicklungsmöglichkeiten (Kosten für Beratungs- und Vorplanungsleistungen für ein Gebäude durch Architekten / Planungsbüros)
  • Impulsprojekte (Kosten für Instandsetzungsmaßnahmen, Ersatzbauten und Schließung von Baulücken an stadtbildprägenden Standorten)
  • Erhaltungsmaßnahmen (Kosten für raumbildende Maßnahmen, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen, Ertüchtigungen zur Energieeinsparung, optische Aufwertung des Gebäudes und Gestaltung von Außenanlagen)
  • Umgestaltungsmaßnahmen (Kosten für die Aufwertung von Mülltonnenstellplätzen, Werbeanlagen und Sonnenschirme ohne Werbedruck)

Durch das kommunale Förderprogramm der Stadt Bad Wildungen bestehen umfassende Möglichkeiten, von finanziellen Zuschüssen innerhalb der Altstadt zu profitieren. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Stadt Bad Wildungen sowie von Ihrem zuständigen Ansprechpartner im städtischen Bauamt:

Kontakt

Das kommunale Förderprogramm kommt in der Bad Wildunger Altstadt bis zum Start des Anreizprogramms zur Anwendung. 

Martin Zyzik
Bauamt der Stadt Bad Wildungen
Telefon: 05621 701410
E-Mail: martin.zyziknoSpam@bad-wildungen.de

Bundesförderung für effiziente Gebäude

Der Gebäudesektor trägt zu einem erheblichen Anteil zu den bundesweiten CO²-Emissionen bei. Die Themen Bauen und Wohnen sind aus diesem Grund Bestandteil des Klimaschutzprogramms 2030 des Bundes, durch welches die großen Einsparpotenziale im Gebäudesektor genutzt werden soll. Eine Maßnahme, um die Ziele des Klimaschutzprogramms zu erreichen, ist das Setzen noch stärkerer Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Diese Anreize wurden in diesem Jahr im Rahmen eines aufgestellten und weiterentwickelten Förderprogramms in die Tat umgesetzt: Seit dem 01.07.2021 existiert die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG), mit welcher Sanierungstätigkeiten zum Effizienzhausstandard sowie einzelne energetische Maßnahmen finanziell unterstützt werden. Das Ziel ist es, durch Energieeinsparungen und den Einsatz erneuerbarer Energien die Energiekosten der Verbraucher zu senken und gleichzeitig das Klima zu schützen.

In der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ wurden zu diesem Zweck bisher vier Förderprogramme in einem einzigen Förderprogramm zusammengeführt, um hierdurch das Förderangebot übersichtlicher zu gestalten und die Zugänglichkeit zu erleichtern. Eine Antragstellung ist seither nur bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erforderlich.

Die BEG gilt sowohl für Wohngebäude (z. B. Eigentums­wohnungen, Ein- und Mehr­familien­häuser oder Wohnheime) als auch für Nichtwohngebäude (z.B. Gewerbe­gebäude, kommunale Gebäude oder Krankenhäuser). Die Förderung wird wahlweise in Form eines Zuschusses oder eines Kredits angeboten.

Auch im Gebäudebestand der Altstadt von Bad Wildungen gilt es, Einsparpotenziale im Gebäudesektor zu nutzen und hierdurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Trotz des vereinfachten BEG-Förderangebots können jedoch leicht Hemmungen und Unsicherheiten entstehen. Falls Sie eine Sanierung zum Effizienzhaus oder einzelne energetische Maßnahmen in der Altstadt planen, berät Sie das Fördergebietsmanagement grundsätzlich hinsichtlich der Fördermöglichkeiten im Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ und hilft Ihnen bei der Findung eines Gebäudeenergieberaters, über den dann die Antragstellung erfolgt.

Kontakt

Dipl.-Ing. Clemens Exner
Telefon: 0561 1001 1296
E-Mail: clemens.exnernoSpam@nh-projektstadt.de

M. Sc. Marvin Coker
Telefon: 0561 1001 1376
E-Mail: marvin.cokernoSpam@nh-projektstadt.de

 

Interesse am Projekt?

Sie sind Investor und interessieren sich für die Bad Wildunger Altstadt?

Dann nehmen Sie Kontakt zum Projektleiter auf: 

Dipl.-Ing. Clemens Exner
Telefon: 0561 1001 1296
E-Mail: clemens.exnernoSpam@nh-projektstadt.de